Daten zum ersten Staatsbahnhof Deutschlands

Vater der gesamten Planung war August Phillip von Amsberg (1788-1871)

Erste Planung zum Bau der Strecke Braunschweig-Wolfenbüttel :

01. Mai 1837 : Bildung der Herzoglichen Eisenbahn-Commission

25. Mai 1837 : Zustimmung der Ständeversammlung

01. August 1837 : Erster Spatenstich auf Küsters Insel

06. November 1838 : Erste Versuchsfahrt

01. Dezember 1838 : Aufnahme des öffentlichen Verkehrs

Frontansicht
Der alte Staatsbahnhof heute

Zur Eröffnung führte die Bahnstrecke von  Braunschweig bis Wolfenbüttel. Bereits 5 Jahre nach der Eröffnung war das erste Bahnhofsgebäude überlastet und zu klein, so daß das noch heute sichtbare zweite Bahnhofsgebäude ab 1842 geplant wurde.
Das erste Gebäude, welches längs an den Gleisen stand, wurde entfernt und durch das neue Gebäude ersetzt, welches 1845 in Betrieb genommen wurde.
Geplant wurde es ebenso wie das erste Gebäude vom Braunschweiger Carl Theodor Ottmer (1800-1843), welcher leider die Fertigstellung des zweiten Gebäudes nicht mehr erlebten durfte.

An diesen zweiten Gebäude wurde eine Bahnsteighalle angebaut, in welche damals 3 Gleise führten. Zwischen 1934 und 1938 wurde die Halle komplett umgebaut, wodurch die Halle zur reinen Empfangshalle wurde. Die Bahnsteige vor der Halle wurden erweitert und konnten durch  die Empfangshalle ereichen werden. Im 2.Weltkrieg wurde der Bahnhof sehr stark beschädigt und nur notdürftig wieder hergestellt. Die Größe der Halle war: Länge 117m, Höhe 15,5m und Breite ca.35m. Die gesamte  Bahnanlage war als Kopfbahnhof angelegt. Leider war  das Umspannen der Lokomotiven zu jener Zeit relativ problematisch und zeitintensiv. Wendezüge und Triebwagen gab es  noch nicht. Aus diesem Grund wurde immer wieder überlegt, den Kopfbahnhof aufzugeben und in Braunschweig einen neuen Durchgangsbahnhof zu bauen. Planungen gab es dazu viele, nur fehlte es meist am Geld oder am richtigen Ort.

Saeulenrest
Sichtbarer Säulenrest

Als der Bahnhof nach dem 2. Weltkrieg wieder provisorisch hergestellt war, wurde endgültig beschlossen einen Durchgangsbahnhof zu bauen.
Dazu wurde der alte Kopfbahnhof  aufgegeben.
Der ehemalige Ostbahnhof wurde zum neuen Hauptbahnhof umgebaut und am 1. Oktober 1960 in Betrieb genommen.

Danach wurden am alten Bahnhof alle Bahnanlagen (bis auf 2 Gleise für die angrenzende Industrie) zurückgebaut, Bahnsteige und Empfangshalle wurden abgerissen und auch vom Bahnhofsgebäude blieb nur die Nordfassade stehen.

Das Bahnhofsgebäude wurde durch die Landesbank rekonstruiert und dient seit 1966 der Bank.

Am 1.10.1960 verlor Braunschweig seinen wunderschönen Kopfbahnhof, welcher sich  fast in der Innenstadt befand. Das gesamte Viertel hat unter dieser Entscheidung sehr gelitten.

Fahrkarte
Fahrkarte Braunschweig -> Wolfenbüttel

Nicht nur meiner Meinung nach war der Bau des neuen Bahnhofes mehr oder weniger ein Kompromiss aus dem gewünschten und dem machbaren. Ich bin mir sicher, das es auch andere Lösungen gegeben hätte, Planungen gab es viele, wobei auch der neue Bahnhof sehr große Umbauten erforderte. Leider hat der jetzige Bahnhof keine direkte Innenstadtanbindung.

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©  Heiko Krause www.staatsbahnhof-braunscheig.de